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Raumfeld One – Test

Sie suchen Stereo-Lautsprecher mit kabellosem Zugriff auf Internetradio, Musikdienste und Ihre Musiksammlung? Einfaches Musikstreaming über WLAN mit hoher Klangqualität? Lesen Sie in diesem Artikel einen Test des Raumfeld One mit Teufel HiFi-Sound.

Die Vorgeschichte

Ich war schon lange Zeit auf der Suche nach kompakten und hochwertigen Stereo-Lautsprechern, mit welchen ich auch ohne großen Aufwand Musikstreams aus dem Internet wiedergeben kann. Zwischenzeitlich hatte ich als Lösung die Kombination eines AVM FRITZ!Fon MT-F DECT Telefon mit einer in die Jahre gekommenen Toshiba Dolby Surround Anlage gewählt. Das Ergebnis war leider nicht zufriedenstellend: Es hat zwar funktioniert, aber mehr schlecht als recht.

Ein Neukauf sollte deshalb das alte System nicht nur ersetzen, sondern auch qualitativ aufwerten. Da ich die letzten Jahre immer wieder mal mit Teufel Lautsprecher für meinen PC geliebäugelt hatte, war es naheliegend, dass ich mich erst einmal im Portfolio von Teufel umsehe. Und siehe da, ich bin mit dem Raumfeld One fündig geworden.

Die Lieferung

Bestellt habe ich das Raumfeld One über Amazon. Es wird zwar anschließend direkt von Teufel geliefert, allerdings entfallen über Amazon die 14,99 € Versandkosten, welche Teufel dem Kunden beim Kauf im Onlineshop in Rechnung stellt. Erstaunlicherweise kam die Lieferung allerdings nicht in einem Paket, sondern in zwei Paketen. Das erste Paket hatte lediglich ein LAN-Kabel als Inhalt. Im zweiten Paket, welches einen Tag später ankam, war dann zum Glück auch das eigentliche Raumfeld One System enthalten.

Der Lieferumfang des Raumfeld One ist schnell aufgelistet:

  • 1 x Raumfeld One
  • 1 x Stromkabel
  • 1 x LAN-Kabel
  • 1 x Installationsanleitung

 

Die technischen Daten

Auf die technischen Daten des Systems möchte ich in diesem Artikel nicht näher eingehen, diese können ausführlich auf der Teufel-Homepage nachgelesen werden.

Die Installation des Raumfeld One

In einigen Rezensionen wird beklagt, dass die Installation des Raumfeld One oftmals Schwierigkeiten bereitet. Dies kann ich in zwei Fällen, welche jedoch der Konfiguration meines Heimnetzwerkes geschuldet sind, bestätigen. Grundsätzlich kann ich aber positiv von einer sehr ausführlichen und detaillierten Installationsanleitung berichten. Nachdem das Raumfeld One mit dem Stromnetz verbunden und der AN-Knopf getätigt wurde, musste die Raumfeld App unter iOS oder Android installiert werden. In meinem Test nutzte ich ein iPhone 4S mit iOS 6.1(.1).

Nachdem die Raumfeld App auf dem Smartphone installiert wurde, führt diese den Anwender ausführlich Schritt für Schritt durch die Installation des Raumfeld One. Nachfolgend finden Sie die Bild für Bild Anleitung für Schritt I der Installation.

Hinweis: Die Sprache in der App ist bei deutsch eingestelltem iOS auch deutsch.

Nachdem das Raumfeld One mit dem Router via LAN-Kabel verbunden und das Setup erfolgreich durchgeführt wurde, versucht das Raumfeld One System eine Verbindung zum WLAN herzustellen.

Installationsproblem 1:

An dieser Stelle trat auch das erste, kleinere Problem auf: Die SSID des eigenen WLAN wurde in der Raumfeld App nicht angezeigt. Das heißt, es wurden zwar verschiedene WLAN aufgelistet, jedoch nicht das eigene. Die Ursache hierfür war schnell gefunden: Die SSID des WLAN muss in der Router-Konfiguration (im Beispiel eine Fritz!Box 7270 v2) auf “sichtbar” eingestellt werden.

Ansonsten findet die Raumfeld App das WLAN nicht, da es keine Option zur Anzeige von versteckten WLAN gibt. Sobald die Konfiguration des Raumfeld One vollständig abgeschlossen ist, kann die SSID wieder versteckt werden.

Im Schritt II der Installation können nun die einzelnen Komponenten des Raumfeld-Systems eingerichtet werden. Prinzipiell (und auch praktisch) ist es möglich, verschiedene Raumfeld-Systeme zu kombinieren und zentral über die Raumfeld App zu steuern. In meinem Test verwende ich allerdings nur eine Komponenten (das Raumfeld One), für welche ich in der nachfolgenden Konfiguration noch einen Namen vergeben habe:

Im Schritt III der Installation können verschiedene Musikressourcen eingerichtet werden. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten:

Musik auf USB-Speicher

Die einfachste und schnellste Möglichkeit die eigene Musik auf dem Raumfeld One abzuspielen, ist der traditionelle Weg über einen USB Stick. Einfach die Musik auf den USB-Stick kopieren und an der Rückseite des Raumfeld One System anschließen. Fertig.

Musik im Netzwerk freigeben

Durch die Einbindung des Raumfeld One in das eigene WLAN ist es auch möglich, seine eigene Musik über das Netzwerk freizugeben. Eine Variante hierbei kann die Freigabe der Musik auf einem NAS (Network Attached Storage) sein. Eine andere Variante stellt die Freigabe von Musik direkt über iTunes dar.

iTunes Freigabe unter Mac OS X

Allerdings hatte ich mit der verlinkten Anleitung bei der Umsetzung unter Mac OS X Mountain Lion 10.8(.2) Schwierigkeiten und warte noch auf eine Antwort vom Raumfeld-Support. Sobald ich Rückmeldung erhalten habe, werde ich die Lösung hier zeitnah ergänzen.

Update vom 26.02.2013:
Nachdem ich am 15.02.2013 die erste E-Mail, am 20.02.2013 die zweite E-Mail und am 26.02.2013 die dritte E-Mail an den Raumfeld Support gesendet hatte, habe ich nun endlich auch eine Rückmeldung zu meinem Problem erhalten:

… Bitte entschuldigen Sie die verspätete Antwort, aktuell haben wir ein erhöhtes Mailaufkommen zu bewältigen. …

Die Ordnerfreigabe unter MAC OS X funktioniert leider aktuell nur bis Version 10.6. Technische Änderungen im Betriebssystem seitens Apple sind die Ursache. Unsere Entwicklungsabteilung will die Funktionalität jedoch mit einem der kommenden Updates wieder herstellen. Bis dahin, speichern Sie bitte als Workaround die Musiksammlung entweder auf einer externen Festplatte/Stick/SD Karte oder auf einem NAS/Medienserver, wir bitten um Entschuldigung und Verständnis.

Nachdem die Installation des Raumfeld One abgeschlossen war, trennte ich die LAN-Verbindung vom Raumfeld One zum Router und versuchte mich an der Funktion “Internetradio”. Allerdings musst ich feststellen, dass meine Raumfeld App plötzlich keine Verbindung mehr zum Raumfeld One herstellen konnte. Was war geschehen?

Installationsproblem 2:

Wie oben erwähnt, bin ich mit meiner Konfiguration des Heimnetzwerks in die zweite Falle getappt: Die WLAN Geräte, in diesem Fall das Raumfeld One und das iPhone, konnten untereinander nicht kommunizieren. Die Lösung brachte eine kleine Anpassung der Fritz!Box-Konfiguration:

Die Raumfeld One App

Nachdem ich die Raumfeld App die letzte Woche ausführlich getestet habe, komme ich zu dem Ergebnis, dass die Oberfläche gut strukturiert und durchdacht aufgebaut ist. Neben der eigenen Musik im Netzwerk oder auf dem USB-Stick unter “My Music”, finden sich auf der Startseite der App die eigenen “Playlists”, “LineIn” für eingehende Geräte wie z.B. einem CD-Spieler oder Fernseher, “TuneIn” für alle Radiosender sowie die Musikdienste “Napster”, “simfy” und “Last.fm”.

Links: Startseite der Raumfeld App, Mittig: My Music, Rechts: TuneIn

Mit den am Boden des Bildschirms definierten Buttons sind die zentralen Funktionen der App jederzeit erreichbar. Die Funktion zur Regulierung der Lautstärke ist ebenfalls (in der rechten oberen Ecke) jederzeit verfügbar.

Links: Steuerung der Musikzone, Mittig: Aktuelles Lied, Rechts: Lautstärkenregelung

Das Klangbild

Die Einschätzung des Klangbilds bei solchen Tests ist immer höchst subjektiv, weshalb ich hier lediglich meine Meinung der Soundqualität wiedergeben kann.

Wie in vielen anderen Rezensionen auch, kann ich die Basslastigkeit des Raumfeld One nur bestätigen. “Des einen Glück ist des anderen Leid”. Da ich persönlich die Intensität solcher Tieftöner sehr schätze, fällt dieser Punkt bei mir positiv ins Gewicht. Im Allgemeinen kann dem Klangbild, sowohl im Mittel- als auch im Hochtonbereich, ein sehr positives Ergebnis attestiert werden.

Weiter positiv hervorzuheben ist, dass das Raumfeld One, bezogen auf die Größe des Systems, vor allem bei der Lautstärke punktet. Bereits im mittleren Lautstärkenbereich erreicht das System eine Lautstärke, welche jederzeit auch für Partys mit erhöhtem Stimmungslevel geeignet ist.

Fazit

Um es kurz auf den Punkt zu bringen: “Das Raumfeld One macht einfach Spaß”. Man bekommt ein grundsolides WLAN Musikstreaming System mit sehr guter Klangqualität. Die Funktionalität des Systems sowie auch der Raumfeld App scheint mittlerweile – bist auf das kleine Problem mit der Freigabe der eigenen iTunes Bibliothek – ausgereift zu sein. Kleiner Wermutstropfen: Der Preis von zurzeit 449,99 €. Allerdings ist dieser aufgrund der gebotenen Funktionsvielfalt, der Klang- sowie Verarbeitungsqualität durchaus gerechtfertigt.

Getestet mit Mac OS X Mountain Lion 10.8(.2) und iOS 6.1(.1)

Veröffentlicht von Josef Seidl

Josef Seidl ist Student der Wirtschaftsinformatik, Freelancer und Gründer von Blog IT-Solutions. Er ist begeistert von Technik, schätzt performante Websites und IT-Sicherheit. In seiner Freizeit unternimmt er gerne Wandertouren und lässt sich von fremden Orten inspirieren. Zu finden ist er auch bei XING und privat bei Twitter.

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