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Fitnessband im Test: Xiaomi Mi Band

Fitnessbänder bzw. Fitnesstracker sind in den letzten Monaten stark im Kommen. Es gibt mittlerweile alle möglichen Wearables um beispielsweise Schritte zu zählen oder den Schlaf aufzuzeichnen. Wie Ende des letzten Jahres bereits angekündigt, wird 2015 das Jahr der Self-Tracking-Apps. Fitnessbänder spielen dabei eine große Rolle.

Ich stelle in einem Zweiteiler zwei Fitnessbänder und deren dazugehörige Apps vor. Im ersten Teil teste ich das Xiaomi Mi Band.

Xiaomi ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, der billige High-End-Geräte auf den Markt bringt und damit mittlerweile ein großer Konkurrent für Platzhirsche wie beispielsweise Samsung ist. Zusätzlich produziert Xiaomi auch andere Geräte, darunter Kopfhörer, ein Fitnessarmband oder eine Action-Kamera.

Im heutigen Test widme ich mich dem Mi Band. Das Mi Band ist ein sehr günstiges und schickes Fitnessband für das Armgelenk das sowohl Schritte zählt als auch den Schlaf aufzeichnen kann.

Lieferumfang und erster Eindruck

Das Mi Band ist in eine kleine, braune und unscheinbare Schachtel eingepackt. Darin verbirgt sich das

  • Silikonarmband
  • Mi Band Tracker
  • Ladegerät
  • Booklet auf Chinesisch

Wird der Mi Band Tracker in das Silikonarmband eingesetzt, sieht das Fitnessband für seinen Preis sehr edel aus. Auf der silbernen Fläche befinden sich drei LED’s, die man mit unterschiedlichen Farben konfigurieren kann. Zusätzlich ist ein kleiner Vibrationsmotor verbaut, mit dem man sich beispielsweise wecken lassen kann.

Das Material aus dem das Band hergestellt wurde ist etwas hart und passt sich deshalb auch nach 30 Tagen im Dauertest nicht perfekt dem Handgelenk an. Dafür ist es sehr unauffällig und stört im Alltag nicht.

Registrierung & Konfiguration

Mit dem beiliegenden Booklet lässt sich nicht viel anfangen, da es auf chinesisch verfasst ist. Jedoch ist ein QR Code darin enthalten, mit dem man direkt auf die Mi Fit App im iTunes Store gelangt. Die App ist aktuell nur auf Englisch verfügbar, was mich persönlich jedoch nicht weiter stört.

Einmal heruntergeladen, wird man aufgefordert, sich zu registrieren. Hier hatte ich Probleme bei der Verifizierung mit der Handynummer, da ich nach Angabe der Nummer keinen Verifizierungscode erhalten habe. Alternativ gibt es in der iPhone App (ganz unten) einen Punkt, um sich mit der E-Mail-Adresse anzumelden. Damit hat es funktioniert und ich konnte meinen Account bestätigen. Anschließend musste ich noch mein Geschlecht, Alter, Gewicht und mein Schrittziel pro Tag angeben.

Verbunden wird das Mi Band über Bluetooth mit dem Smartphone. Es muss aber nicht dauerhaft gekoppelt sein und eine Anbindung zur Apple’s Health App ist möglich.

Die Mi-Band App

Nach dem erstmaligen Konfigurieren kann in der App unter My Devices der Akku des Bandes eingesehen werden. Zusätzlich können weitere Einstellungen wie die Farbe der LEDs, das Schrittziel oder eine Anrufvibration eingestellt werden. Letztere funktioniert jedoch nur bei ständiger Verbindung zwischen Fitnessband und Smartphone. Dabei fängt das Armband bei einem eingehenden Anruf zu vibrieren und blinken an, was sich in lauteren Umgebungen als durchaus nützlich erwiesen hat.

Die Akkulaufzeit des Mi Bands wird vom Hersteller mit 30 Tagen angegeben. Im Test sind 35 Tage verstrichen und ich habe noch 33 % Restakku. Zum Laden muss der Mi Band Tracker lediglich aus dem Band genommen und in die Ladestation gesteckt werden. Durch die LED’s wird signalisiert, wann der Akku wieder vollständig geladen ist.

Das Xiaomi Mi Band ist wasserdicht. Ein tolles Feature wie ich finde. Das Band muss somit nicht bei jedem Duschen oder Händewaschen abgenommen werden. Auch Schweiß macht dem Mi Band nichts aus, da die Unterseite des Trackers aus Plastik gefertigt ist.

Neben Schritt- und Schlaftracker lässt sich in der App auch ein Alarm konfigurieren. Hierbei können bis zu drei Alarmzeiten definiert werden, bei denen das Mi Band zu vibrieren beginnt. Wach geworden bin ich davon bisher noch nicht wirklich, da mir die Vibration zu schwach und zu kurz ist. Das Band stellt die Vibration bereits nach ein paar Sekunden wieder ein.

Eine tolle Funktion ist die Aufzeichnung des Schlafrhythmuses. Das Mi Band erkennt, wann Sie Schlafen gehen und unterscheidet dabei in Tiefschlaf-, Leichtschlaf- und Wachphasen. Es ist sehr interessant zu sehen, wie viel man effektiv geschlafen hat und wie sich dabei die Schlafphasen aufteilen. Das Smartphone muss dabei nicht einmal mit dem Fitnessband verbunden sein und kann über Nacht ausgeschaltet werden. Die Synchronisierung funktioniert anschließend automatisch, sodass die Daten am Handy immer aktuell sind. Neben der Detailauswertung für die letzte Nacht gibt es auch eine Wochen- und Monatsansicht um mehrere Nächte mit einander zu vergleichen. Dieselbe Funktion bietet auch die Schrittübersicht.

Der Schrittzähler funktioniert meines Erachtens erstaunlich gut. Anfangs war ich skeptisch, was ich für den Preis von unter 20 € für mein Geld bekomme. Da das Band am Armgelenk befestigt ist, zeichnet es natürlich auch Schüttelbewegungen der Hand auf. Für mich spielt das aber keine so große Rolle. 300 Schritte bei insgesamt 6000 Schritte pro Tag fallen dabei nicht groß ins Gewicht.

Grundsätzlich will ich nur sehen, an welchen Tagen ich mich mehr bzw. weniger bewegt habe. Dabei ist das Schrittziel eine gute Möglichkeit, um sich abends noch mal aufzuraffen und ein paar Schritte zu gehen. Aber auch für Hobbysportler kann das Fitnessband verwendet werden. Es erkennt automatisch, wenn man längere Zeit geht oder läuft und legt diese Zeit mit der Schrittanzahl als Workout ab.

Fazit

Das Xiaomi Mi Band ist genau mein Ding. So viele Funktionen für rund 25 € stellen ein super Preis-/ Leistungsverhältnis dar. Es trackt autark meine Schritte und zeigt mir an wie ich meine letzte Nacht verbracht habe. Um in diese Bereiche einen prinzipiellen Einblick zu bekommen, ist dieses Band ideal. Nach über 30 Tagen im Dauertest hat das Band ein paar kleine Kratzer und übliche Gebrauchsspuren, was aber nur durch genaueres Hinsehen ersichtlich wird. Für mich hat die App noch großes Potenzial, zumal die Android Version beispielsweise bereits WhatsApp Nachrichten an das Fitnessband weitergibt.

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Getestet mit einem iPhone 5S unter iOS 8.1(.3)

Veröffentlicht von Christoph Engl

Christoph Engl studiert Wirtschaftsinformatik, ist Junior SAP Consultant und schreibt für Blog IT-Solutions. Er widmet sich gerne effizenten IT-Hilfsmitteln und Gadgets. In der Freizeit sind neben der Musik auch Wandern, Fahrradfahren und Reisen Ideengeber für ihn. Nehmen Sie jetzt mit ihm Kontakt über XING auf.