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MacBook Akku kalibrieren – Noch notwendig?

Sollten Sie schon länger im stolzen Besitz eines MacBook-Modells sein, dann ist Ihnen vielleicht schon aufgefallen, dass die Kapazität des Akkus im Laufe der Zeit langsam abgenommen hat. Oder vielleicht schaltet sich Ihr MacBook einfach aus, obwohl Sie noch 10 Prozent Akku haben? Eine Lösung die hierzu im Internet kursiert: Akku kalibrieren. Doch ist das Kalibrieren des Akkus überhaupt noch notwendig?

Um es gleich vorneweg zu nehmen: Die Kalibrierung des Akkus ist bei neueren MacBook Modellen nicht mehr notwendig. Unter „neuere Modelle“ zählen alle MacBook Air und alle MacBook Pro Modelle mit Retina-Display, sowie alle Modelle ab dem:

  • MacBook 13 Zoll, Ende 2009
  • MacBook Pro 13 und 15 Zoll, Mitte 2009
  • MacBook Pro 17 Zoll, Anfang 2009

Die Modellversion Ihres jeweiligen MacBooks erhalten Sie über einen Klick auf das Apfelsymbol  in der Menüleiste (ganz oben) und dann Über diesen Mac.

Falls Sie ein älteres MacBook Modell besitzen, dann sollten Sie die Batterie laut Apple einmal im Monat kalibrieren. Eine entsprechende Anleitung finden Sie auf der Apple Support-Webseite.

Tipp: Zur Ermittlung des Batteriestatus Ihres MacBooks (inklusive der Kapazität die Ihr Akku seit dem Kauf bereits verloren hat) empfehlen wir Ihnen unseren Artikel:
Ladezyklen und Batteriestatus eines MacBook Pro ermitteln

Notwendigkeit einer Kalbrierung

Doch warum ist bei älteren MacBook Modellen eine Kalibrierung des Akkus notwendig, bei neueren aber nicht mehr?

Generell besitzen Batterien einen internen Mikroprozessor, der die Energiemenge in der Batterie beim Auf- und Entladen schätzt. Dies sorgt zum einen dafür, dass die Batterie vor einer Über- oder Tiefentladung geschützt wird und zum anderen dient es zur korrekten Anzeige der Batterielaufzeit unter Mac OS X.

Bei den neueren MacBook Modellen, wo der Akku nicht mehr entfernt werden kann, nutzt Apple einen Mechanismus zur kontinuierlichen Selbstkalibrierung. Dieser stellt sicher, dass die Akku-Anzeige über die Lebenszeit des MacBook akkurat bleibt.

Fazit

Sollten Sie Ihr MacBook erst in den letzten Jahren gekauft haben, dann brauchen Sie sich um die Kalibrierung des Akkus keine Sorgen machen. Das erledigt Ihr MacBook für Sie.

Nur wenn Sie ein MacBook Modell vor 2009 mit einer auswechselbaren Batterie besitzen, macht eine monatliche Kalibrierung des Akkus Sinn. Denn nur dann wird der Akkustand unter Mac OS X auch immer korrekt angezeigt.

Getestet mit einem MacBook Pro (Retina 13″, Mitte 2014) unter Mac OS X El Capitan 10.11(.6)

Veröffentlicht von Josef Seidl

Josef Seidl hat an der TU München und der Stanford University Wirtschaftsinformatik (M.Sc.) studiert. Er ist begeistert von Technik und schätzt performante Webseiten. In seiner Freizeit unternimmt er gerne Wandertouren und lässt sich von fremden Orten inspirieren. Zu finden ist er auch bei XING und privat bei Twitter.