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MacBook an externen Monitor anschließen

Viele Anwender, die zum ersten Mal mit einem MacBook arbeiten, stellen sich immer wieder die gleiche Frage: Wie kann ich einen externen Monitor an mein MacBook (Air, Pro) anschließen? Dass diese Frage durchaus berechtigt ist und was Sie zum Anschließen eines externen Monitors alles benötigen, zeigt der folgende Artikel.

Um einen Monitor an ein Apple MacBook anschließen zu können, ist in der Regel ein Adapter notwendig (Ausnahme: MacBook Modelle mit HDMI-Anschluss und externem HDMI-Monitor). Apple Inc. fährt in Sachen Schnittstellen oft seine eigene Linie, dass dürfte einigen Anwendern bereits bekannt sein. In diesem Fall hat es aber weniger mit der Tatsache zu tun, dass Apple möglichst viel Zubehör in Form von Adapter oder ähnlichem verkaufen will, sondern vielmehr damit, dass alle MacBook Modelle sehr dünn (MacBook Pro) oder extrem dünn (MacBook Air) sind. Aufgrund dieser physischen Gegebenheiten ist es nicht möglich, einen Standardanschluss – wie es bei herkömmlichen Laptop-Modellen in der Regel der Fall ist – einzubauen.

Der MacBook Monitor-Anschluss

Apple verwendet seit vielen Jahren einen einheitlichen Monitor-Anschluss bei allen MacBook Modellen. Bis Anfang des Jahres 2011 wurde noch die sogenannte DisplayPort Technologie in Form von Mini DisplayPorts verbaut. Diesen Anschluss hat Apple in Zusammenarbeit mit Intel zum Thunderbolt-Anschluss weiterentwickelt. Das gute daran: Thunderbolt ist rückwärts-kompatibel zum Mini-DisplayPort:

Thunderbolt basiert auch auf der DisplayPort Technologie und damit auf dem Videostandard für HD Displays. Das bedeutet, dass jedes Display mit Mini DisplayPort direkt am Thunderbolt Anschluss angeschlossen werden kann. Und mit einem Adapter geht das auch mit Displays mit DisplayPort, DVI-, HDMI- oder VGA-Anschluss.

Quelle: Apple Thunderbolt

Für den Endanwender bedeutet dies konkret: Egal welches MacBook Modell man besitzt, man kann immer auf den gleichen Adapter zurückgreifen.

Thunderbolt-Anschluss eines MacBookPro:

Die verschiedenen Monitor-Anschlüsse auf der anderen Seite

Wie Sie im vorherigen Abschnitt lesen konnten, gibt es auf der Seite von Apple eine einheitliche Schnittstelle. Auf der anderen Seite – auf der Seite des externen Monitors – können Sie allerdings auf verschiedenste Schnittstellen stoßen:

VGA – Video Graphics Array

Dies ist der älteste der im Artikel genannten Monitoranschlüsse. Bei neueren Monitoren finden Sie diesen Anschluss oftmals noch parallel zu einem DVI-Anschluss. Bei älteren Beamern ist VGA oft die einzige Möglichkeit Ihr MacBook bei einer Präsentation anzuschließen.

DVI – Digital Visual Interface

Lange Zeit war DVI als Nachfolger von VGA gwasi der Standard. Mittlerweile wird dieser Anschluss aber auch immer häufiger von HDMI abgelöst. Nichtsdestotrotz dürfte DVI zurzeit immer noch der meist genutzte Anschluss für externe Monitore oder auch Beamer sein.

Bitte beachten Sie hierbei die verschiedenen DVI-Ausprägungen. So gibt es DVI-Anschlüsse, die nur für die digitale Datenübertragung (DVI-D), für die analoge Datenübertragung (DVI-A) oder für die analoge + digitale Datenübertragung (DVI-I) geeignet sind. Der von Apple angebotene Adapter (dazu später mehr) lässt nur den Anschluss von Minitoren mit DVI-D zu.

HDMI – High Definition Multimedia Interface

Bei Fernsehgeräten mittlerweile bereits der Standard, hält die HDMI-Schnittstelle auch zunehmend bei Monitoren oder Beamern Einzug. Einige MacBook Modelle haben deshalb – zusätzlich zum Thunderbold-Anschluss – bereits einen nativen HDMI-Anschluss. Ein Beispiel dafür ist das MacBook Pro (Retina, 13 Zoll, Ende 2012).

Der richtige Adapter

Nachdem Sie nun erfahren haben, welche verschiedenen Anschlüsse es auf der einen Seite (MacBook) und auf der anderen Seite (externer Monitor) gibt, können Sie sich für den richtigen Adapter entscheiden. Prinzipiell gilt laut meiner Erfahrung folgendes:

  • Günstige Adapter verursachen oftmals Probleme
  • Bei einem Mini DisplayPort / Thunderbolt auf VGA-Adapter sollte man auf keinen Fall sparen. Der Grund: Hier findet eine Umwandlung des Signals von digital auf analog statt. Wird dieses Signal nicht sauber transferiert, hat man mit dem Adapter oftmals Probleme

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Fazit

Mit den dargestellten Informationen sollte Ihnen die Wahl für den richtigen Adapter nun etwas leichter fallen. Von welchem Hersteller Sie allerdings den Adapter beziehen, ist Ihnen überlassen. Sie haben hierbei die Möglichkeit zwischen zahlreichen günstigen Anbietern zu wählen – wo Sie später eventuell mit dem Adapter Probleme haben könnten – oder auf die Originalware von Apple zu setzen. In beiden Fällen sind Sie letztendlich in der Lage, an Ihr MacBook (Air, Pro) einen externen Monitor anzuschließen.

Veröffentlicht von Josef Seidl

Josef Seidl hat an der TU München und der Stanford University Wirtschaftsinformatik (M.Sc.) studiert. Er ist begeistert von Technik und schätzt performante Webseiten. In seiner Freizeit unternimmt er gerne Wandertouren und lässt sich von fremden Orten inspirieren. Zu finden ist er auch bei XING und privat bei Twitter.