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Ladezyklen und Batteriestatus eines MacBook Pro ermitteln

Sollten Sie Ihr MacBook Pro bereits seit mehreren Jahren besitzen, dann ist Ihnen vielleicht schon aufgefallen, dass sich die Kapazität Ihres Akkus im Laufe der Zeit immer mehr verringert. Sie müssen mit Ihrem MacBook Pro deshalb immer häufiger an die Steckdose. Doch wie gut oder schlecht ist Ihr Akku wirklich noch? Ein Blick auf die Ladezyklen bringt Licht ins Dunkel.

Die Batterie im MacBook

Apple verwendet in allen seinen mobilen MacBook Modellen sogenannte Lithium-Ionen-Batterien. Diese weisen die Eigenschaft auf, dass sie bis 80 Prozent sehr schnell geladen werden können und dann für die restlichen 20 Prozent in den Modus der Erhaltungsladung wechseln, wo das Laden der Batterie verlangsamt wird.

Dabei arbeitet die Batterie mit sogenannten Ladezyklen. Ein Ladezyklus entspricht hierbei der Aufladung von 100 % der Batteriekapazität. Laden Sie heute beispielsweise Ihr MacBook um 50 % auf (von 30 % auf 80 %), morgen um 25 % und übermorgen nochmal um 25 %, dann haben Sie auf drei Tage insgesamt 100 % aufgeladen, was exakt einem Ladezyklus entspricht. Dies ist insofern wichtig, da die verbauten Lithium-Ionen-Batterien bei jedem Ladezyklus minimal an Kapazität verlieren.

Ladenzyklen Ihres MacBook ermitteln

Wie viel der Akku in Ihrem MacBook (Pro) bereits an Kapazität verloren hat, können sie auf zwei Arten überprüfen:

1. Über die Systeminformationen

Klicken Sie links oben in der Ecke auf das Apple-Symbol  und auf Über diesen Mac. Klicken Sie anschließend auf den Button Systembericht …. In der linken Spalte finden Sie unter „Hardware“ den Unterpunkt Stromversorgung.

In der Datenübersicht auf der rechten Seite können Sie nun ein paar nützliche Informationen zum Zustand Ihres Akkus einsehen. Beispielsweise den aktuellen Ladezustand unter Verbleibende Ladung (in mAh) oder die Anzahl der Zyklen (Ladezyklen).

Was Sie hier allerdings nicht sehen können, ist die Veränderung der Batteriekapazität seit dem Kauf des Gerätes. Sie können lediglich die angezeigte Anzahl der Zyklen mit der von Apple angegebenen maximalen Zyklenanzahl Ihres Gerätes vergleichen, um herauszufinden, wann Ihre Batterie womöglich getauscht werden muss.

2. Über die Software coconutBattery

Alternativ (und etwas besser) können die Ladezyklen und damit der Batteriestatus Ihres MacBook über die Software coconutBattery ermittelt werden. Diese bietet Ihnen einen voll umfänglichen Blick auf die Batterie Ihres MacBook. Unter anderem wird Ihnen die ursprüngliche Batteriekapazität im Vergleich zur aktuellen Kapazität (Design Capacity), das Alter des Gerätes (Age) oder die Ladezyklen (Loadcycles) angezeigt.

Im Beispiel sehen Sie, dass mein MacBook Pro durch die intensive Nutzung in den letzten zwei Jahren 14,2 Prozent (von 100 auf 85,8 Prozent) der ursprünglichen Batteriekapazität verloren hat.

MacBook Batterie kalibrieren

Im Internet kursieren immer noch zahlreiche Anleitungen zur Kalibrierung eines MacBook Akkus. Dies ist ab den Modellen ab 2009 allerdings nicht mehr notwendig, wie Sie im Artikel MacBook Akku kalibrieren genauer nachlesen können.

Tipp zur Schonung der MacBook Batterie

Zum Abschluss noch ein kleiner Alltagstipp, der die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Batterien laut einem Bericht auf Wired bis zum 4-fachen ausdehnen kann: Versuchen Sie den Ladestatus Ihrer Batterie im Bereich von 40 – 80 Prozent zu halten.

Wer an diese Grenzen von 40 und 80 Prozent automatisch erinnert werden möchte, für den stellt der Mac App Store mit Battery Hero eine passende App bereit.

Fazit

Falls Sie sich schon länger über die immer kürzer werdende Batterielaufzeit Ihres MacBook (Pro) ärgern, dann kommen Sie mit dieser Anleitung dem Problem nun einen Schritt näher. Entweder über die Systeminformationen unter Mac OS X oder über die Software coconutBattery. Um das Abfallen der Batteriekapazität in Zukunft zu verhindern, hilft Ihnen die 40 – 80 Prozent Regel.

Getestet unter Mac OS X El Capitan 10.11(.6) und coconutBattery 3.4

Veröffentlicht von Josef Seidl

Josef Seidl studiert zurzeit an der TU München Wirtschaftsinformatik (M.Sc.), arbeitet nebenbei als Freelancer und ist Gründer von Blog IT-Solutions. Er ist begeistert von Technik, schätzt performante Webseiten und IT-Sicherheit. In seiner Freizeit unternimmt er gerne Wandertouren und lässt sich von fremden Orten inspirieren. Zu finden ist er auch bei XING und privat bei Twitter.